Krk, Sommerhitze und die Frage: Könnten wir hier dauerhaft leben?
Es gibt Momente im Leben, in denen man spürt, dass sich etwas verändert.
Für uns sind diese Momente gerade besonders häufig geworden. Mit jedem Wochenende, jeder Reise und jedem Kilometer, den wir mit unserem HYMER MLT 580 4x4 Crosstrail unterwegs sind, wird uns bewusster, dass wir uns auf einen der größten Schritte unseres Lebens vorbereiten.
Wir verkaufen unser Haus.
Nicht irgendwann. Sondern bald.
Und bevor unser Kater Silvester gemeinsam mit uns in sein neues Zuhause auf Rädern einzieht, testen wir unser Wohnmobil derzeit unter möglichst realistischen Bedingungen.
Die zehn Tage auf der kroatischen Insel Krk waren deshalb weit mehr als ein Urlaub.
Ankommen und einfach mal bleiben
Unser Ziel war der Campingplatz Slamni auf Krk.
Gemeinsam mit Freunden richteten wir uns dort für zehn Tage ein. Kein ständiges Weiterfahren, kein täglicher Stellplatzwechsel, kein Sightseeing-Marathon.
Einfach ankommen.
Genau das wollten wir testen.
Denn wer dauerhaft im Wohnmobil leben möchte, muss nicht nur reisen können. Er muss auch irgendwo für längere Zeit wohnen können.
Wie fühlt es sich an, morgens aufzuwachen und aus dem Fenster auf das Meer zu schauen?
Wie viel Platz braucht man tatsächlich?
Wann wird es eng und wann merkt man plötzlich, dass man viel weniger benötigt, als man früher dachte?
Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man sich Zeit lässt.
Der wahre Test beginnt bei 35 Grad
Während andere Urlaub machen, beobachten wir mittlerweile automatisch jede technische Kleinigkeit.
Die Lithium-Batterien.
Den Stromverbrauch.
Den Kühlschrank.
Den Wechselrichter.
Die Temperaturen im Fahrzeug.
Die Ladezustände.
Denn in einigen Monaten wird genau das unser Alltag sein.
Auf Krk hatten wir dafür perfekte Bedingungen. Die Sonne brannte vom Himmel, der Kühlschrank arbeitete nahezu ununterbrochen, der Dachlüfter lief oft stundenlang und ständig mussten Akkus von Kameras, Drohnen, Smartphones oder Laptops geladen werden.
Früher hätten wir darüber wahrscheinlich gar nicht nachgedacht.
Heute schauen wir auf jedes Detail und fragen uns:
Funktioniert das auch noch, wenn wir nicht für zehn Tage unterwegs sind, sondern für Monate?
Freiheit hat viele Gesichter
Besonders schön waren die Tage auf dem Wasser.
Unsere Freunde besitzen ein Boot im Hafen und so konnten wir viele Stunden zwischen kleinen Buchten, glasklarem Wasser und felsigen Küsten verbringen.
Es sind diese Momente, die man auf Fotos nur schwer festhalten kann.
Der Motor wird abgestellt.
Das Boot treibt langsam auf dem Wasser.
Kein Verkehr.
Keine Termine.
Kein Lärm.
Nur das leise Plätschern der Wellen.
Und plötzlich wird einem bewusst, warum man sein Leben verändert.
Nicht um weniger zu besitzen.
Sondern um mehr Zeit für genau solche Momente zu haben.
Die erste Schotterpiste
Ein kleiner Höhepunkt war für uns die Fahrt zu einer abgelegenen Bucht über mehrere Kilometer Schotterweg.
Für viele Besitzer eines 4x4-Fahrzeugs wahrscheinlich nichts Besonderes.
Für uns aber schon.
Bisher hatten wir unseren HYMER hauptsächlich auf normalen Straßen bewegt. Diesmal konnten wir zum ersten Mal erleben, wie sich das Fahrzeug auf losem Untergrund verhält.
Schon nach wenigen Minuten war das Grinsen da.
Dieses Gefühl von Freiheit.
Zu wissen, dass man nicht an jeder Weggabelung umdrehen muss.
Dass man auch einmal einen Weg einschlagen kann, der nicht perfekt asphaltiert ist.
Genau dafür haben wir uns damals für den Allrad entschieden.
Nicht um extremes Offroad zu fahren.
Sondern um entspannter reisen zu können.
Nicht alles ist perfekt
Je länger wir unterwegs sind, desto mehr Dinge fallen uns auf.
Viele davon positiv.
Manche aber auch nicht.
Während unseres Aufenthalts bemerkten wir beispielsweise Feuchtigkeit in der großen LED-Lightbar auf dem Dach.
Nichts Dramatisches.
Aber genau solche Dinge möchten wir dokumentieren.
Wenn wir künftig dauerhaft im Fahrzeug leben, müssen wir unser Wohnmobil genauso kritisch betrachten wie früher unser Haus.
Denn am Ende ist es genau das:
Unser zukünftiges Zuhause.
Und ein Zuhause darf Ecken und Kanten haben.
Man sollte sie nur kennen.
Die Gedanken werden konkreter
Je näher der Hausverkauf rückt, desto häufiger sprechen wir über die Zukunft.
Über Dinge, die früher weit weg erschienen.
Was nehmen wir überhaupt mit?
Was bleibt zurück?
Wie wird Silvester auf das Leben im Wohnmobil reagieren?
Werden wir etwas vermissen?
Oder werden wir uns irgendwann fragen, warum wir diesen Schritt nicht schon früher gegangen sind?
Die Antworten kennen wir heute noch nicht.
Aber genau deshalb machen wir diese Reisen.
Jeder Stellplatz, jede Nacht im Wohnmobil und jede neue Erfahrung bringt uns der Antwort ein kleines Stück näher.
Krk war mehr als ein Urlaub
Als wir schließlich wieder Richtung Heimat aufbrachen, hatten wir nicht nur schöne Erinnerungen im Gepäck.
Wir hatten neue Erkenntnisse gesammelt.
Über unser Fahrzeug.
Über unsere Technik.
Über unsere Reisepläne.
Vor allem aber über uns selbst.
Und vielleicht war genau das der wichtigste Test dieser Reise.
Nicht ob der HYMER bereit ist.
Sondern ob wir bereit sind.
Für das Leben, das vor uns liegt.
Bettina und Markus mit Silvester 🐱🚐

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